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Feigen

Zutaten

Feigen

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Zubereitung

 Der in Kleinasien beheimatete, schon vor 5000 Jahren von den Assyrern kultivierte Feigenbaum wurde bereits im Altertum im gesamten Mittelmeerraum verbreitet und wird heute vor allem dort (ca. 90% der Weltproduktion) angebaut. Führender Produzent ist die Türkei, gefolgt von Griechenland, Portugal, Italien, Spanien und Südfrankreich. 
Feigen sind Scheinfrüchte des ca. 10m hoch werdenden und milchsaftführenden, laubabwerfenden Feigenbaumes oder –strauches. 
Die ausgewachsene Frucht hat die Form einer Birne oder eines dicken Tropfens, ist 3-10 cm lang und 4-7 cm breit; ihre Haut ist grün, gelblich oder rotbraun bis dunkelviolett, wie mit einem violett-grauen Schleier überhaucht.
Das Fruchtfleisch direkt unter der Haut ist weiß, im Innern bernsteinfarben, rosa oder rot, weich, saftig, angenehm aromatisch und süß schmeckend. Die kleinen Steinfrüchte sorgen beim Verzehr für den charakteristischen „Biss“ und den etwas nussigen Geschmack. 
Feigen sind reich an wertvollem Invertzucker (ca. 13%) und Mineralstoffen, vor allem Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor und Eisen, d.h. an für die Blutbildung besonders wichtigen Elementen, sowie den Vitaminen der B-Gruppe. Großer Beliebtheit erfreuen sie sich auch als faserstroffreiche Rohkost zur Förderung der Verdauung.
Größere wirtschaftliche Bedeutung als Frischfeigen haben getrocknete Feigen. Durch Trocknen in der Sonne oder in besonderen Öfen bekommen die Feigen eine runde, flache Form, eine graugesprenkelte oder bräunliche Farbe und einen honigartigen Geschmack. Die Konzentration des Fruchtsaftes führt zu einer Auskristallisation des Zuckers, und es bildet sich auf der Fruchthaut ein mehlartiger konservierender Überzug. Trockenfeigen enthalten 3-4 mal höhere Gehalte an Inhaltsstoffen. 
Frische Feigen sind druckempfindlich und hochverderblich, daher mit größter Sorgfalt zu ernten und zu verpacken. 
Verwendung: Feigen dienen hauptsächlich dem Rohgenuss. Bei frischen Feigen wird die Schale – obwohl essbar – meist nicht mitgegessen; man kann die Früchte schälen, sie durchschneiden und auslöffeln oder bsser vierteln und das fleisch mit einem Messer von der Haut trennen. Sie eignen sich vorzüglich zu Herzhafterm wie Käse oder Schinken.
Trockenfrüchte werden mit der Haut verzehrt. 
In den Erzeugerländern sind die Feigen ein wichtiges Nahrungsmittel. Dort werden sie auch zu Feigenbrot, Kompotten, Konfitüre, kandierten Früchten, Pasten, Konzentrat, Konserven, Sirup, Essig, Wein, Likör und anderen alkoholischen Getränken, ja sogar geröstet und gemahlen als Kaffee-Ersatz verarbeitet.